Zeitungsbericht von Werner Baueregger


Weißbach/ Alpenstrasse
In diesem Jahr jährt es sich zum 666. Mal, daß die „Schwaige Harwach bei dem Weisbach“ erstmals urkundlich erwähnt wurde. In dieser Urkunde übereignete Seybot der tetelheimer das Anwesen dem Kloster St. Zeno in Reichenhall. Das Jubiläum nahmen die jetzigen Besitzer des Harbachhofes, die Familie Bauregger, zum Anlass, zu einem Hoffest einzuladen.

Bei  Sonnenschein und unter einem weiß-blauen Himmel  feierten am Sonntag  den 28. Juni 2015 etwa 2000 Besucher mit der Bauernfamilie und freuten sich an einem ansprechenden Rahmenprogramm  für Groß und Klein. Ein besonderes  musikalisches Schmankerl wurde den Besuchern mit dem Auftritt der „Alpenoberkrainer“ aus Slowenien geboten, mit der die Familie eine Herzliche Freundschaft verbindet.

Der Reinerlös kommt der Weißbacher Feuerwehr zugute. Sie kümmerte sich in beeindruckender Manier und perfekt organisiert den ganzen Tag um das leibliche Wohl der Besucher.

Als in der Nacht vor dem Fest, nach heftigen Regengüssen auch noch ein mächtiges Gewitter über Weißbach zog, sah schon manch einer dem Fest mit gemischten Gefühlen entgegen, denn es gab keine Ausweichmöglichkeit. Für die Harbachfamilie und das Team der Weißbacher Feuerwehr gab es allerdings kein Zurück mehr. Sie waren zuversichtlich, daß die Aufbauarbeit, die sie zusammen mit Freunden und Helfern seit Freitag geleistet hatten, nicht umsonst war.

Böllerschützen luden lautstark ein

Und Sie sollten recht behalten. Pünktlich gegen 11.oo Uhr krachten die Salven der Weißbacher Böllerschützen zur Eröffnung. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Hans Bauregger erbat Pfarrern Quirin Strobl um beständigen Schutz und Gottes Hilfe für die Besitzer und Bewohner des Bauernanwesens. Im Mittelpunkt der Andacht stand das Kreuz als Zeichen der Gotteskraft und Hoffnungszeichen für die Zukunft.

Pfarrer Strobl zeigte sich überzeugt, daß auch die Besitzer des Hofes immer wieder auf das Kreuz Christi  geschaut haben und tief mit dem Glauben, der Tradition und der Heimat verbunden waren, und es noch heute sind.  Während der Andacht, die von den Jochberger Bläsern musikalisch umrahmt wurde, weihte der Geistliche schließlich ein historisches Hauskreuz.  Die Fürbitten wurden vom Sohn Manfred, der Tochter Marion und Enkel Thomas vorgetragen.

Mit klangvoller böhmischer und bayerischer Blasmusik sorgte die Musikkapelle Weißbach bis zum späten Nachmittag für bodenständige Gemütlichkeit und manch musikalischen Ohrenschmauß.    Daß niemand hungern und dürsten mußte, verhinderte das hervorragend aufgestellte Team rund um die Feuerwehr.

Eine Augenweide boten dem Besuchern die Kinder und Jugendlichen des Weißbacher Trachtenvereins, die mit Trachtentänzen und Plattlern bodenständiges Brauchtum vorführten. Für einen der Höhepunkte sorgten am Nachmittag und später wieder abends die original Alpenoberkrainer aus Slowenien für beste Stimmung.  Viele nutzten fleißig die Gelegenheit, zu dieser flotten Musik das Tanzbein zu schwingen.

Einen unerwarteten Besuch stattete am Nachmittag den Bauersleuten die historische Schützenkompanie Saalfelden ab, die mit einem Salut und einem Schnapserl von den Marketenderinnen gratulierte.

Nostalgische und moderne Maschinen

Neben dem Hauptgeschehen vor dem Bauernhaus war noch ein Nebenprogramm geboten. Buben und Mädchen konnten sich entweder auf einem Gaudiwurm vergnügen, die Harbach-Miniponys und Schwarzkopfschafe streicheln oder auf dem Feld herumtoben. Für die Maschinenfans hatten Weißbacher Bauern ihre speziellen Bergbauernmaschinen aufgefahren. Daneben konnte jeder auswählen ob er weitere moderne Traktoren begutachen mochte oder nostalgische Bulldog-Raritäten aus vergangenen Zeiten bestaunen möchte.  Am Ende des Tages sah man nur zufriedene Gesichter bei den Gästen und den Organisatoren.  Hans Bauregger dankte abschließend allen,  die in irgendeiner Art und Weise zum Gelingen beigetragen oder seiner Familie durch Geschenke oder den Besuch des Hoffestes, ihre Wertschätzung ausgedrückt haben.  Am späten Abend ging so ein rundum gelungenes, fröhliches und harmonisches Fest zu Ende, das sicher bei allen die es miterlebten, bleibende Eindrücke hinterlassen hat.